Montag, 19. Mai 2014

O2 #YouCanDo #biopic - Oder warum ich kein Filmstar werde


„Hier, das ist was für dich!“ Ein Freund zeigt mir den Link zur entsprechenden Seite bei O2. Ich lese: „Deine Geschichte. Dein Film. Wir verfilmen die beste Story mit den großen Regisseuren und Produzenten des deutschen Films.“
„Was soll ich da?“, frage ich ihn.
„Deine Bio ist doch voll interessant. Nicht nur ein paar Wochen oder Monate getravelt, sondern drei Jahre auf der Walz gewesen. Und jetzt Großmeister mit eigener Kampfkunstschule. Und du schreibst Bücher!“
Viele träumen davon, einmal auf der großen Leinwand zu sehen sein, oder zumindest wie hier, stellvertretend gezeigt zu werden.
So verlockend das klingt. Es geht dabei aber nicht wirklich um meine einmalige Story. Sieht man in die AGBs, steht da dieser Passus unter „7. Rechte“: „Mit dem Einsenden von Beiträgen verzichtest Du darauf, als Urheber genannt zu werden.“           
Es geht nicht um mich, nicht um meine ganz persönliche, einmalige Story, das wollen sie mich nur glauben machen. Meine Story ist nicht mehr oder weniger interessant als die anderen 1001 Storys, die gepostet sind. Sie ist nur Mittel zum Zweck.
O2 ist der viertgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland. Und wie könnte es anders sein, wollen sie wohl die die No. 1 werden. Klar, dass man da vive Marketingprofis auf den Plan ruft, um sich etwas ganz Besonderes auszudenken.  Über unser Mitteilungsbedürfnis und unseren Drang nach Anerkennung versuchen sie an mehr Kunden zu kommen. Darum auch das Posting- und Votingverfahren. Ne, so leicht lasse ich mich nicht vor deren Kommerzkarren spannen, so groß ist meine Eitelkeit, vor allem meine Dummheit nicht.